Jubiläum im Hort Seligenthal50 Jahre Kinderhort Seligenthal

Am Donnerstag, 10. Oktober feierten wir den 50. Geburtstag unserer Einrichtung – dem Hort Seligenthal bzw. dem Tagesheim Seligenthal, wie es früher hieß.

 

Unser Fest begann mit einer kleinen Andacht in der Abteikirche. Wir dankten Gott für die vielen schönen Momente, die wir in den vergangenen Jahren beim gemeinsamen Spiel im Garten oder Gruppenraum, bei fröhlichen Festen  und gemütlichen Feiern, je nach Jahreszeit, erleben durften. Aber auch an Lernzeiten / Hausaufgabenzeiten wurde gedacht, wo so mancher ganz schön ins Schwitzen kam. Wir sagten Dank, dass wir in all den Jahren die Gemeinschaft in der Gruppe – aber auch im gesamten Hort erleben durften; dankten für die Geborgenheit, die wir hier erfahren .

Bei unserem Festakt in der Pausenhalle konnten viele Eltern und Gäste begrüßt werden, besonders Schwester M. Beata als Ehrengast; sie war Leiterin des Tagesheims von 1969 bis zum Jahre 2002.

Ein kleiner Rückblick auf unsere 50 Jahre:

Ende der sechziger Jahre wurde das 9. Schuljahr in die allgemeine Volksschulpflicht eingebunden und der Konvent von Seligenthal entschloss sich für eine Umgestaltung der Privaten Volksschule.

Ab September 1969 gab es dann eine sechsklassige Volksschule – verbunden mit einer pädagogischen Einrichtung – dem Tagesheim mit vier Gruppen.

Das Tagesheim, untergebracht im III. Stock des Schulgebäudes (dem ausgebauten Volksschulspeicher) war vor allem für Kinder von berufstätigen Eltern und alleinerziehenden Mütter und Väter gedacht. 


Dies war in dieser Zeit notwendiger als zuvor, weil sich die Lebensumstände stark veränderten. Zugleich sollte das Tagesheim als praktische Ausbildungsstätte für die Fachakademie für Sozialpädagogik dienen. Die Anfänge des Tagesheims waren nicht einfach, wie Frau Äbtissin Petra berichtete. Sie war damals als junge Erzieherin in der Einrichtung beschäftigt.

Bis 1996 bestand das Tagesheim aus fünf Gruppen und erfreute sich großer Nachfrage. Nach Einführung der sechsstufigen Realschule war der Bedarf bei den Mädchen der 5. + 6. Klasse nicht mehr groß. So entschied sich das Kloster in Absprache mit dem Schulamt die Teilhauptschule stufenweise abzubauen und die Grund-schule sollte nun dreizügig werden.

 


So vergrößerte sich in den kommenden Jahren unsere Einrichtung und seit dem Jahre 2000 sind wir nun acht Gruppen. Im Jahr 2000 wurde auch die Schulstiftung gegründet und übernahm nun die Trägerschaft für unser Haus.

Seit September 2003 sind wir ein staatlich anerkannter Hort – die Umstellung war nötig, damit wir auch die entsprechenden Fördergelder für unser Haus erhielten.

Unsere Aufgabe hat sich aber in all den Jahren nicht geändert: den Kindern neben einer guten Betreuung, der Anleitung bei den Hausaufgaben und der sinnvollen Freizeitgestaltung Freude am Leben zu vermitteln, dazu beizutragen, dass sie sich zu frohen, zufriedenen und glücklichen Menschen entwickeln können. Wir wünschen uns, dass die Kinder bei uns Geborgenheit finden und sich in der Gemeinschaft wohlfühlen.

Nach dem Grußwort von Herrn Neumeier, dem Vorsitzenden der Schulstiftung wurde all jenen mit einem Blumengruß gedankt, die es uns ermöglichten all diese Jahre hier im Hort mit den Kindern zu arbeiten. Ohne den Einsatz der Erzieher- und Lehrerinnen der Anfangsjahre wäre dies nicht möglich gewesen. An dieser Stelle noch ein herzliches Danke an unsere Kinder, die mit Gesang und Tanz unseren Festakt auflockerten.

Nun folgte der gemütliche Teil unserer Feier: Die Erwachsenen konnten sich mit Kaffee und Kuchen stärken und für die Kinder eröffneten die Spiel- und Bastelstände ihren Betrieb.     

Allen, ein ganz herzliches Dankeschön, die uns bei der Gestaltung unserer Feier unterstützten und mit ihrem Einsatz dazu beitrugen, dass es ein gelungener Nachmittag wurde. Es war ein schönes und harmonisches Fest!

Ursula Kölbl-Lichtenauer 

Jubiläums-Impressionen